Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Moderne Architektur mit begrünten Dächern, minimalistischem Design und viel Grünfläche. Bäume und Gras umgeben das Gebäude, welches in einem natürlichen Umfeld liegt.

Wohnungsbauförderung 2023 für klimafreundlichen Neubau

Knut Köstergarten

21. März 2023

Die im März 2023 gestartete Wohnungsbauförderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ein jährliches Volumen von 750 Millionen Euro. Gefördert werden nur noch Neubauten, welche die Effizienzhausstufe 40 erreichen. Die Bauwirtschaft kritisiert das neue Programm scharf.

Wohnungsbauförderung: Hohe Energieeffizienz

Das Bundesbauministerium will den klimafreundlichen Neubau von Gebäuden mit einer neuen, im März 2023 gestarteten Wohnungsbauförderung unterstützen. Erstmals werde dabei laut Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) der ganze Lebenszyklus eines Gebäudes in den Blick genommen – vom Bau über den Betrieb bis zum potenziellen Rückbau in ferner Zukunft. Die geförderten Gebäude zeichneten sich durch geringe Treibhausgas-Emissionen im Lebenszyklus, hohe Energieeffizienz, niedrige Betriebskosten und einen hohen Anteil erneuerbarer Energien für die Erzeugung von Wärme und Strom aus.

Frau in blauem Anzug und Brille spricht an einem Rednerpult, Hintergrund mit unscharfem Text und deutschem Regierungsemblem.
Bundesbauministerin Klara Geywitz: Die neue Wohnungsbauförderung leistet einen Beitrag für den Klimaschutz und für die Einhaltung der nationalen Klimaziele. (Foto: Bundesbauministerium; Titelbild: Carlisle)

Klimagerechtes Bauen ist heute ein Muss

„Damit leistet diese Förderung einen Beitrag für den Klimaschutz und für die Einhaltung der nationalen Klimaziele“, erklärt Geywitz. „Klimagerechtes Bauen ist heute keine Kann-Entscheidung mehr, sondern ein Muss. Wer heute baut wie früher, um Geld zu sparen, schadet dem Klima und seinem Geldbeutel durch horrende Nebenkosten.“ Mit der jährlich 750 Millionen Euro schweren Wohnungsbauförderung unterstützt der Bund ausschließlich den klimafreundlichen Neubau. Jeder kann die KfW-geförderte Zinsverbilligung beantragen. „Sie hilft genau dann, wenn es oft am schwierigsten ist: Beim Start der Finanzierung für ein Eigenheim oder Mehrfamilienhaus“, meint Geywitz.

Solarmodule auf einem Hausdach mit Dachfenstern unter blauem Himmel.
Zum klimagerechten Bauen gehört ein topgedämmtes Dach plus PV-Anlage.

Voraussetzungen für die Wohnungsbauförderung

Erreichung der Effizienzhaus-Stufe 40

So wenig CO²Austoß im Lebenszyklus des neuen Gebäudes, dass die Anforderung an Treibhausgasemissionen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude Plus“ erfüllt werden

Keine Beheizung des Gebäudes mit Öl, Gas oder Biomasse

Was genau gefördert wird

Bau und Kauf des Hauses einschließlich Nebenkosten

Planung und Baubegleitung durch Experten für Energieeffizienz und Berater für Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeitszertifizierung

Dach mit begrüntem Bewuchs, darunter eine Regenrinne und Holzbalken. Im Hintergrund unscharf grüne Bäume und Himmel.
Auch ein Gründach kann Teil der Förderung für ein Effizienzhaus 40 sein.

Neubau als Teil eines großen Bauförderprogramms

Wichtig sei laut Geywitz, dieses Förderprogramm als Teil des großen sozialen und klimafreundlichen Bauförderprogramms der Bundesregierung zu sehen. „Allein auf das Jahr 2023 bezogen, investieren wir mehrere Milliarden in den sozialen Wohnungsbau, Azubi- und Studierendenwohnungen, in die Förderung von Wohneigentum von Familien, das Bauen von Mehrfamilienhäusern und das Genossenschaftswohnen. Zielgenau fördern, heute das Morgen mitdenken und Mitnahmeeffekte ausschließen – das ist das Förderprinzip dieser Bundesregierung beim Bauen.“

Kritik an Wohnungsbauförderung: zu wenig Finanzmittel

„Das angekündigte Fördervolumen ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Wohnungssuchende, Bauherren und Investoren werden in der derzeitigen extremen Kostenbelastung aus immensen Bauzinsen und hohen Materialpreisen alleingelassen, während die Auftragseingänge im Wohnungsbau immer weniger werden“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Ein Mann mit Brille, kurzem Haar und Anzug mit lila Krawatte lächelt in die Kamera.
„Das angekündigte Fördervolumen ist ein Tropfen auf den heißen Stein", meint Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. (Foto ZDB)

Bauherren werden zusätzlich belastet

Mit der Bindung der Wohnungsbauförderung an den EH40-Standard plus Zertifizierung würden potenzielle Bauherren zusätzlich doppelt belastet: zum einen mit den Kosten zur Erreichung des höheren Standards, zum anderen durch die Kosten für die Zertifizierung, meint Pakleppa. „Mit dieser Förderpolitik kann keines der Wohnungsbauziele erreicht werden. Digitalisierung und Vorfertigung können zwar die Produktivität, nicht aber die Zahl der Aufträge erhöhen. Der vorhandene Wohnraummangel in deutschen Großstädten wird so größer werden.“

Sie interessieren sich für unsere Rubrik Marktumfeld? Dann lesen Sie unsere Story über die Fusion von Wienerberger und Creaton.

Knut Köstergarten

Schreibt seit über zehn Jahren für das Printmagazin „Das Dach“ und leitet dort und bei Dach live die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und inzwischen auf die Bereiche Politik und Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge – gerade auch von Unternehmern.

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