Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Eine Person mit lockigem Haar arbeitet konzentriert drinnen, trägt eine traditionelle Weste und hält ein Werkzeug oder Gerät in der Hand.

Dachdeckerin wechselt nach dem Meister in die Bedachungsindustrie

Katharina Meise

12. Januar 2021

Warum sie Dachdeckerin geworden ist, weiß sie genau: „Ich mache einfach das, was mir Freude macht und worin ich gut bin“, sagt Sabrina Jung, 23-jährige Dachdeckermeisterin aus Lübeck und Zweite des Leistungswettbewerbs des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein. Aktuell arbeitet sie als erste Inhouse Technikerin bei der Firma Carlisle, einem der führenden Hersteller für EPDM Dachabdichtungsbahnen. Ihrem Handwerk fühlt sie sich treu verbunden – „mein Herz schlägt einfach für die Dachdeckerei“, sagt sie.

Bild von Sabrina Jung bei Carlisle

Fotoshooting für Artikel in den Magazinen für Mitarbeiter und Verarbeiter von Carlisle. (Foto Carlisle)

Erste Idee: Spezialisierungen des Dachhandwerks praktisch vertiefen

Nach ihrer erfolgreich absolvierten Meisterprüfung wollte Jung eigentlich quer durch Deutschland reisen und in verschiedenen Betrieben arbeiten, um die vielen Spezialisierungen ihres Handwerks zu lernen und weiter zu perfektionieren. „Es gibt so viele tolle alte Handwerkskünste: die Arbeit mit Reet, Schiefer oder Biberdachziegeln, die Konstruktion und das Eindecken von Fledermausgauben. Aber dann kam es ganz anders als geplant“, sagt sie lachend.

Etwas Neues ausprobieren: Dachdeckerin als Inhouse Technikerin

Sie bekam einen Anruf ihres ehemaligen Meisterschul-Dozenten Thomas Schneider, der mittlerweile als Leiter der Anwendungstechnik bei Carlisle arbeitete, und der sie für eine neu geschaffene Stelle als Inhouse Technikerin gewinnen wollte. „Noch mal etwas ganz Neues auszuprobieren, das hat mich sehr gereizt“, erklärt sie. „Ich habe also ein Vorstellungsgespräch vereinbart, mir das Unternehmen angeschaut – und es fühlte sich einfach richtig an. Also habe ich diese Chance genutzt.“

Und was sagen heute ihre Kunden? „Die meisten finden es ziemlich cool, mit einer Dachdeckermeisterin zu tun zu haben. Aktuell kümmere ich mich vor allem um unser Reklamationsmanagement und die technische Beratung. Da rufen oft Dachdecker und Zimmerer an, die unsere Abdichtbahnen verlegen. Wenn diese Zunftkollegen merken, dass ich eine von ihnen bin und weiß, wovon ich spreche, haben wir meist direkt einen Draht zueinander. Das macht mir großen Spaß!“

Bild von Sabrina Jung bei der Arbeit einem Fassadenmodell

In Aktion an einem Fassadenmodell während der Meisterschule: Sabrina Jung kann ihr erworbenes Know-how gut verwenden im neuen Job als Inhouse Technikerin.

„Für uns bleibst Du eine Handwerkerin“

Ihre Kollegen aus dem Handwerk haben Sabrina Jungs Entscheidung, in die Industrie zu wechseln, mit weitaus gemischteren Gefühlen aufgenommen, erzählt die junge Frau. „Viele haben mir zwar Glück gewünscht, fanden aber, dass ich eigentlich raus aufs Dach gehöre, nicht in ein Büro“, sagt sie. „Aber wer weiß, was die Zukunft noch für mich bereithält.“ Jetzt möchte die junge Frau, die sich neben ihrem Beruf auch noch in der Initiative „Zukunft Dachdecker – Schleswig-Holstein“ der Jugendorganisation des Landesinnungsverbandes engagiert, aber erstmal „richtig gut werden in meinem Job bei Carlisle, in jeder Hinsicht. Ich will meine Aufgaben gut und mit Freude erledigen – alles weitere wird sich zeigen.“

Bild von Dachdeckerin Sabrina Jung bei der Arbeit an der Schiefer-Fassade

Genaues Arbeiten ist ihr wichtig: Sabrina Jung prüft die Ausführung einer Schiefer-Fassade.

Dachdeckerin wollte eigentlich Tierärztin werden

Dass Jung überhaupt Dachdeckerin geworden ist, war keineswegs vorgezeichnet. Eigentlich wollte sie Tierärztin werden. „Ich bin auf dem Land groß geworden, liebe Tiere und die Natur. Schon als Kind habe ich meinem Papa immer geholfen, kleine Ställe für die Tiere zu bauen. Vielleicht wurde mir die handwerkliche Begabung also doch in die Wiege gelegt. Meine Leidenschaft galt aber vorrangig den Tieren“, erinnert sie sich.

Bild von Dachdeckerin Sabrina Jung an der Übungswand

Spaß ist bei Sabrina Jung immer mit dabei, auf der Arbeit und hier im Meisterkurs.

Wartezeit auf Studienplatz für Praktikum als Dachdeckerin genutzt  

Allein der Tatsache, dass sie für den Studienplatz erstmal sechs Wartesemester hätte überbrücken müssen, ist es zu verdanken, dass sie schließlich ein Praktikum bei einem benachbarten Dachdeckerbetrieb absolvierte und dort ihre Bestimmung gefunden hat. „Nach zwei Wochen im Betrieb von Thomas Eissing aus Reinfeld war mir klar: Das macht mir Spaß, das will ich lernen! Ich habe mich sofort wohlgefühlt, mit den Kollegen, aber auch auf dem Dach. Da gab es gar nicht mehr viel zu überlegen.“

Auszeichnung als zweitbeste der Auszubildenden in Schleswig-Holstein mit dem Obermeister der Innung Kiel/Plön, Rainer Edier, (links) und Landeslehrlingswart Maik Kraushaar.

Nicht einmal die freundliche Warnung ihres Vaters, seines Zeichens selbst Dachdeckermeister, konnte sie vom Gegenteil überzeugen. „Er gab zu bedenken, dass es nicht immer so schön warm und sonnig sei wie in diesem Herbst nach meinem Abitur. Aber Wind und Wetter machen mir nichts aus. Das gehört eben dazu!“

Respekt und Anerkennung von Arbeitskollegen

Das oft bemühte Klischee einer Frau in einer Männerdomäne sieht Sabrina Jung übrigens gelassen: „Klar, in der Ausbildung gab es schon mal doofe Sprüche von männlichen Mitlernenden, aber das waren ja fast noch kleine Jungs“, sagt sie.

Bild von Sabrina Jung mit den Teilnehmern der Meisterschule

Acht Männer und zwei Frauen: Sabrina Jung und Beatrice Braun verstehen sich gut mit den männlichen Kollegen von der Initiative „Zukunft Dachdecker – Schleswig-Holstein“. 

Mit ihren Arbeitskollegen hatte sie jedenfalls nie Probleme, im Gegenteil. „Die meisten haben immer viel Anerkennung gezeigt für das, was ich mache und was ich kann. Späße zu machen, gehört trotzdem dazu, aber immer respektvoll und freundschaftlich. Außerdem kann ich da ganz gut mithalten“, schmunzelt sie. Das gilt auch für ihr fundiertes Know-how, das Sabrina Jung jetzt in der technischen Beratung der Dachdecker und Zimmerer zugutekommt.

Sie interessieren sich für das Thema Dachdecker werden? Dann lesen Sie unsere Story über Beatrice Braun, die als erste Frau Dachdecker-Lehrlinge in Schleswig-Holstein ausbildet.

Katharina Meise

Sie hat das journalistische Handwerk vor über 20 Jahren in verschiedenen Print- und Online-Redaktionen von der Pike auf gelernt. Nach einem fast zehn Jahre währenden Ausflug in die Welt der PR leitete Meise die Unternehmenskommunikation eines renommierten Herstellers von Wohndachfenstern, Dachausstiegen und Bodentreppen – und entdeckte dort ihre Liebe zum Dachhandwerk.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Mehrere Personen in Arbeitskleidung stehen vor Firmenfahrzeugen auf einem gepflasterten Hof, im Hintergrund ein Gebäude mit dem Firmenschild "Brinker".

20. Oktober 2026

Mitarbeiterbindung im Dachdeckerbetrieb: Brinker Bedachungen ist gemeinsam gewachsen

Zwei Männer in Arbeitskleidung arbeiten im Freien, einer trägt eine grüne Kappe und misst etwas mit einer Schnur.

15. Oktober 2026

Auftragslage im Dachdeckerhandwerk: Erste Zeichen für Erholung

Mehrere Personen stehen in Reihen auf Treppen vor einem modernen Gebäude und schauen in die Kamera.

13. Oktober 2026

Hamburgs ältester Handwerksbetrieb: 300 Jahre auf Kirchtürmen zuhause

Nahaufnahme eines Mannes mit kurzen Haaren, leichtem Bart und grünem Reißverschlussjacke, neutraler Gesichtsausdruck, Hintergrund unscharf.

8. Oktober 2026

Aufsichtsratsvorsitzender der DEX eG: Die genossenschaftliche Idee überzeugt

Ein Arbeiter in Shorts und Sportschuhen kniet auf einem Dach mit Holzplatten unter blauem Himmel.

6. Oktober 2026

Gesicht der Dach+Holz 2028: Zimmerer Finn Dettinger

Ausschnitt einer Webseite eines Dachdeckerbetriebs mit Dachziegeln und teilweise lesbarem Text auf Deutsch.

1. Oktober 2026

Website und E-Mail aus einer Hand: Wie ein Dachdecker keine Mails mehr verliert

Schräge Dachfläche eines Gebäudes mit dunklen Dachziegeln und Schneefanggittern, unter bewölktem Himmel.

29. September 2026

Dachsicherheit für Metall- und Bitumenschindeldächer neu gedacht

Teilweise sichtbares Logo und weiße Buchstaben auf dunklem Hintergrund, ein Teil einer Person mit weißem Hemd und schwarzer Weste am rechten Bildrand.

24. September 2026

Nationaltrainer Carsten Daub: Mit viel Spaß und wenig Druck zur WM