Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Moderne Gewächshäuser mit Glaswänden im Vordergrund, dahinter ein großes dunkles Gebäude und eine Stadtlandschaft im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

VELUX-Bauexperiment Living Places überzeugt im Praxistest

Knut Köstergarten

13. Februar 2025

Werbung. Gut eineinhalb Jahre nach der offiziellen Eröffnung endet das Projekt Living Places Kopenhagen mit der Auswertung eines Praxistests und dem Rückbau der Gebäude. Das Experiment hat bewiesen, dass Wohnhäuser schon heute mit extrem niedrigem CO2-Fußabdruck, optimalem Innenraumklima und hohem Wohnkomfort mit den verfügbaren Standardmaterialien, wie etwa Holz, sowie Methoden und Technologien, wie PV-Modulen, realisierbar sind.

Nachhaltigere Gebäude sind heute schon möglich

Das von VELUX im April 2023 eröffnete Projekt Living Places umfasste sieben Prototypen in Originalgröße – fünf offene Pavillons und zwei fertige Häuser. „Das Demoprojekt übertrifft unsere Erwartungen. Die Ergebnisse dieses außergewöhnlichen Bauprojekts beweisen, dass wir nicht auf zukünftige Technologien warten müssen, um nachhaltigere Gebäude zu bauen. Die Materialien, Lösungen und das Wissen sind bereits vorhanden – wir müssen sie nur ermöglichen und verbreiten. Ich hoffe, dass wir die Bauindustrie dazu inspirieren können, uns zu folgen", sagte Lone Feifer, Direktorin für nachhaltiges Bauen bei der VELUX Gruppe, anlässlich der Eröffnung.

Eine Frau mit blonden Haaren, Brille und schwarzem Hemd steht draußen vor einem unscharfen Hintergrund mit Bäumen und Pflanzen.
Lone Feifer, Direktorin für nachhaltiges Bauen bei der VELUX Gruppe. (Alle Fotos: VELUX/Andreas Bro)

Fünf Grundprinzipien hinter Living Places

Das hinter Living Places stehende Konzept folgt fünf Grundprinzipien: Gebäude sollen gesund für Mensch und Umwelt, einfach, anpassungsfähig und skalierbar sein sowie gemeinsam genutzt werden können. Dieser flexible Ansatz kann auf jedes Haus, jede Gemeinde oder Stadt angewendet werden, reicht von Neubauten bis hin zur adaptiven Wiederverwendung und soll erschwingliche Gebäude ermöglichen. Zu jedem dieser fünf Grundprinzipien vergleicht das Konzept marktübliche Standards und dokumentiert anhand eigener Entwürfe Verbesserungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Raumgesundheit.

Holzrahmenstruktur eines Gebäudes mit großen Fenstern und sichtbaren Holzbalken, noch im Bau, mit Tageslicht, das durch die Glaswände fällt.
Living Places: Es entstanden temporäre Gebäude mit gutem Raumklima und niedrigem CO2-Fußabdruck.

3-fach geringerer CO2-Fußabdruck als bei herkömmlichen Gebäuden

Die sieben Prototypen zeigten, wie schon heute nachhaltige Wohngebäude mit einem 3-fach geringeren CO2-Fußabdruck und einem 3-mal besseren Innenraumklima gebaut werden können. Das Konzept weist damit im Vergleich zum Marktstandard die niedrigsten CO2-Emissionen für Wohnimmobilien auf und zeigt damit, was schon heute möglich ist. Bislang ist die Bauindustrie für ein Drittel der weltweiten Emissionen verantwortlich.

Ein Holzdachrahmen wird auf einer Baustelle mit einem Kran montiert, der Himmel ist teilweise bewölkt.
Die ersten Seitenwände der Living Places werden aufgerichtet.

VELUX-Ansatz: verantwortungsbewusstes Bauen

Der Ansatz von VELUX: Wenn wir mit Blick auf den Planeten und die menschliche Gesundheit verantwortungsbewusst bauen wollen, müssen wir unbedingt CO2-arme Alternativen einführen und skalieren. Besonders erfreulich ist deshalb, dass das Ziel erreicht wurde, die Bauindustrie durch Living Places mit neuen Impulsen und zukunftsweisenden Ideen zur Entwicklung nachhaltiger Gebäude zu inspirieren. So erfolgt bereits die Übertragung des Konzepts auf weitere Projekten in den Niederlanden und Dänemark.

Ein Bauarbeiter in Warnkleidung arbeitet auf einem Dach, mit Holzrahmen und Werkzeugen, bei sonnigem Wetter und blauem Himmel.
Verantwortungsbewusstes Bauen mit dem Werkstoff Holz.

100 Menschen konnten für einige Tage Probewohnen

Im Juli und August letzten Jahres lud VELUX fast 100 Menschen aus den Bereichen Architektur, Wirtschaft, Design und Journalismus aus zwölf Ländern ein, im Rahmen eines Experiments für einige Tage in den Living Places Häusern in Kopenhagen zu wohnen. Die Ergebnisse des Wohnerlebnisses zeigen: Durchdachte Architektur mit Fokus auf Tageslicht, Raumklima und funktionalem Komfort kann die physische und mentale Wohngesundheit der Testpersonen erheblich verbessern.

Helles, modernes Esszimmer mit Holztisch, Stühlen und offenem Regal, viel Tageslicht, sichtbare Holzbalkendecke, minimalistisches Design.
So sieht es im Inneren der Gebäude aus, hohe Decken, viel Holz, Wohlfühlatmosphäre.

Wohnqualität mit 17 Umweltsensoren analysiert

Für die Analyse der Wohnqualität von Living Places Kopenhagen kamen 17 Umweltsensoren, die strategisch in den beiden Wohnhäusern platziert wurden, sowie Fragebögen und persönliche Erfahrungsberichte der Testpersonen zum Einsatz. Bewertet wurden Aspekte wie die Luftqualität, thermischer Komfort, Tageslichtverhältnisse und Geräuschkulisse. Darüber hinaus spielte auch die Wahrnehmung der Gäste in Bezug auf den funktionalen Komfort der Häuser eine Rolle: Wie empfinden sie den Grundriss, die Gemeinschaftserfahrung und die Atmosphäre? Wie bewerten sie ihre allgemeine Zufriedenheit mit den Häusern?

Ausschnitt einer Tabelle auf Deutsch zu Umweltaspekten, darunter graue Energie, Energie im Betrieb, Lebenszyklus und Materialauswahl, mit entsprechenden Icons und Kategorien.
Diese Grafik gibt einen Überblick zu den Entwurfsaspekten und den konkreten Umweltmaßnahmen.

Living Places fußt auf jahrelanger Forschungsarbeit von VELUX

Das Experiment baute auf jahrelanger Forschungsarbeit der VELUX Gruppe auf. Um die Zukunft gesunder Gebäude durch umfangreiche Untersuchungen zu erforschen, initiiert und beteiligt sich VELUX seit über 20 Jahren an der Realisierung von Demonstrationsgebäuden. Bis heute sind bereits mehr als 30 verwirklicht worden. So hat VELUX auch schon verschiedene Modellhäuser wissenschaftlich mit dem Ziel begleitet, besser zu verstehen, wie Gebäudedesign den Komfort und die Zufriedenheit der darin lebenden Menschen beeinflusst. Dabei wurde gleichzeitig die Qualität des Innenraumklimas und seine Auswirkungen auf das Wohlbefinden untersucht.

Ein Bauarbeiter in Schutzkleidung sitzt auf einem Dach, während ein Kran ein großes Bauelement auf eine Baustelle hebt. Im Hintergrund sind Ziegelgebäude zu sehen.
Hier wird das Dach eines der Gebäude von Living Places per Kran aufgesetzt.

„Über Fenster kann die Natur nach innen strömen“

Join Simon, Designer und Unternehmer aus Berlin, war Teilnehmer des Wohnexperiments und berichtet: „Eines der wichtigsten Dinge, die Architektur insbesondere in einem Wohngebiet erfüllen sollte, ist es, das außen nach innen zu bringen. Das erreicht man grundsätzlich mit Fenstern, so dass die Natur ins Haus strömen kann. Ich denke, das ist hier sehr gut gelungen.“

Frau mit rotem Haar spaziert mit Fahrrad auf Holzsteg vor modernen Häusern, trägt hellen Mantel und graue Hose, draußen an einem bewölkten Tag.
Probewohnen in den Living Places: Die Teilnehmer des Experiments gaben sehr positives Feedback.

Fünf zentrale Erkenntnisse aus dem Experiment Living Places

Es kann inspirieren und zeigen, wie man nachhaltig bauen kann.

Gesunde Gebäude, die gut für die Menschen und den Planeten sind, können mit einem ganzheitlichen Ansatz, der sich stärker auf Komfort, Energie und Nachhaltigkeit konzentriert, erreicht werden.

Die Gestaltung unserer Häuser kann Wohlbefinden und Lebensweise der Bewohnenden erheblich beeinflussen.

Das Design mit optimiertem Tageslicht und natürlicher Belüftung hat überzeugt.

Living Places Kopenhagen erreichte ein thermisches Innenraumklima im Komfort-Bereich entsprechend europäischer Norm.

Sie interessieren sich für Themen rund um VELUX? Dann lesen Sie unsere Story über den Dachdeckerbetrieb Gerstenberg, der sich auf den Einbau von Dachfenstern spezialisiert hat.

Knut Köstergarten

Schreibt seit über zehn Jahren für das Printmagazin „Das Dach“ und leitet dort und bei Dach live die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und inzwischen auf die Bereiche Politik und Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge – gerade auch von Unternehmern.

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