Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Ein Mann mit dunkler Jacke und Werkzeug am Gürtel steht vor einer Wand mit Schindeln und sieht weg.

Berg Dach+Schiefer: 4-Tage-Woche läuft bestens

Kai-Uwe Bohn

1. August 2024

Montage-Baustellen in weit entfernten Städten, Übernachtungen, stundenlange An- und Abfahrten am Montag und Freitag – das schlaucht Chef und Mitarbeiter gleichermaßen. Weil Kräfte nicht unendlich sind, arbeitet der Handwerksbetrieb Berg Dach+Schiefer aus Erden an der Mosel seit 2021 endgültig in einer 4-Tage-Woche. Lesen Sie hier, wie der Versuch zum Erfolgsmodell wurde.

Längere Fahrten mit dem Wohnmobil

Mario Michels und seine Frau sind begeisterte Wohnmobilisten. Mal über das Wochenende wegfahren: traumhaft und eine willkommene Abwechslung zum Alltag. Der Dachdecker aus dem rheinland-pfälzischen Kröv kann sein Hobby seit drei Jahren einen Tag länger auskosten – denn er muss am Freitag nicht mehr arbeiten. „In meinem Alter ist das schon vorteilhaft“, sagt der 54-Jährige. „Meine Frau hat oft freitags frei und wir haben etwas mehr voneinander als früher.“

Person arbeitet im Freien mit Dachziegel in der Hand, Sonnenlicht und grüne Bäume im Hintergrund.
Markus Berg ist ein passionierter Schieferspezialist. (Alle Fotos Berg Dach+Schiefer/Hallojosh)

Vier-Tage-Woche mit voller Stundenzahl

Das heißt nicht, dass der seit 2023 bei der Dachdeckerei Berg Dach+Schiefer beschäftigte Fachmann weniger arbeitet. Die 40-Stunden-Woche gilt für ihn und seine Kollegen weiterhin. Morgens geht es früher los, abends wird länger gearbeitet. „Man kommt halt von Montag bis Donnerstag später nach Hause. Das ist der Preis“, sagt Chef Markus Berg.

Werbebanner mit rotem Hintergrund, weißem Text über Energieeinsparung und Förderung, Markenlogo „VELUX“ unten links, Aufzählung der Vorteile, teilweise sichtbare Person am Fenster.

Spezialist für Schiefereindeckung

Er hat 2013 den 1987 von Kurt Haag gegründeten Betrieb übernommen. Mitten im Moseltal gelegen,  50 Kilometer von Trier und 100 Kilometer von Koblenz entfernt, hat sich das Unternehmen zum anerkannten Fachbetrieb für denkmalgeschützte Bauten entwickelt. Die Spezialität ist die Schiefereindeckung, die Berg Dach+Schiefer detailversessen in höchster Qualität abliefert. Im November 2019 erhielt das Unternehmen dafür sogar den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege. Ausgezeichnet wurde die erstklassige Arbeit bei der Sanierung der Villa Micka in Saarbrücken.

Ein Mann in Winterkleidung steht lachend auf einem Dach und hält sich an einer Leiter fest.
Das Team Berg Dach+Schiefer gewann 2019 den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege.

Mitarbeitern nicht zumuten, was einen selbst genervt hat

Über Aufträge braucht sich Berg Dach+Schiefer keine Sorgen zu machen – auch aus entfernteren Regionen. Schließlich hat sich herumgesprochen, dass in Sachen Schiefer niemand dem Betrieb etwas vormacht. Doch entfernte Montagearbeit bedeutet lange Fahrten, Übernachtungen, spätes Heimkommen am Freitagabend. „Das hat mich in meiner Zeit als Angestellter immer genervt – selbst wenn wir freitags auf der Baustelle nur noch sauber gemacht haben und mittags gefahren sind. Es wurde dann manchmal doch spät am Freitag und das Wochenende kam uns immer zu kurz vor“, erinnert sich Markus Berg.

„Donnerstagabend wieder in Erden!“

Deshalb machte er selbst es in seinem Unternehmen von Beginn an anders: „Nur vier Tage in der Woche auf Montage – Donnerstagabend wieder zurück in Erden“, lautete die Devise. Die „Daheimgebliebenen“ arbeiteten allerdings wie gehabt fünf Tage durch. „Aber dann haben wir auch für diese Mitarbeiter langsam die 4-Tage-Woche eingeführt“, erinnert sich Ehefrau Anne Berg, die als Managerin im Dachdeckerhandwerk den Laden schmeißt, während ihr Mann oft vor Ort die Baustellen organisiert.

Mehrere Personen in dunkler Arbeitskleidung sitzen und stehen draußen vor gestapelten Holzpaletten. Im Hintergrund sind kahle Bäume zu sehen.
Die Mitarbeiter im wachsenden Team sind zufrieden mit der 4-Tage-Woche.

„Das passierte natürlich nicht von jetzt auf gleich, sondern in intensiven Gesprächen mit den Mitarbeitern und dann Schritt für Schritt“, berichtet Anne Berg. So konnten beispielsweise einige Mitarbeiter, die wegen schulpflichtiger Kinder früher zu Hause sein mussten, nicht sofort mitmachen. Inzwischen haben die Montagefahrten deutlich abgenommen – denn die positive Entwicklung des Unternehmens und der gute Ruf führten dazu, dass die meisten Aufträge mittlerweile aus der Mosel-Region kommen.

Drei Tage frei ermöglicht mehr Flexibilität

Auch der 29-Jährige Mitarbeiter Benjamin Ehses sieht sich als Profiteur der 4-Tage-Woche: „Das Wochenende ist länger, ich habe mehr Zeit für meine Familie“, sagt der junge Vater. Wenn seine Frau beispielsweise freitags ihre Rückbildungsgymnastik macht, ist er für die kleinen Kinder da. „Man kann auch seine privaten Termine flexibler planen, ohne Urlaub nehmen zu müssen – ob es nun um den Einkauf, das Auto oder Erledigungen auf dem Amt geht. Auch für schöne Ausflüge ist mehr Zeit da. Dafür nehme ich die vier längeren Tage vorher gerne in Kauf.“

Eine Person steht auf einem Baugerüst im Freien, im Hintergrund sind Bäume und ein Gebäude vor einem Hügel zu sehen.
Auch für Chef Markus Berg und seine Familie bringt die 4-Tage-Woche mehr Flexibilität.

Seit 2024 voll und ganz Betrieb mit 4-Tage-Woche

Seit Anfang 2024 ist Berg Dach+Schiefer endgültig vollumfassend als Betrieb mit 4-Tage-Woche aufgestellt. „Das heißt, auch Urlaubs- und Krankheitstage werden nur von Montag bis Donnerstag gerechnet“, erklärt Anne Berg. „Wir fangen jetzt um 6 Uhr morgens an, gearbeitet wird dann bis 16.30 Uhr. Im Schnitt kommt noch eine Stunde Rückfahrt dazu, so dass in der Regel gegen 17.30 Uhr hier am Lager dann Feierabend ist.“ So sieht ein Arbeitsalltag in der 4-Tage-Woche aus.

Den Nachwuchs Freitag von der Schule abholen

Die einzigen, die davon nicht in vollem Umfang profitieren, sind die Chefs selber. „Schön wär’s“, antwortet Büromanagerin Anne Berg mit einem Lachen auf eine entsprechende Frage. Weil das Paar mit den beiden acht- und zehnjährigen Jungen Ben und Leon zwei Kinder hat, arbeitet Anne Berg nur halbtags – „und weil in einem erfolgreichen Betrieb nun mal viel Arbeit auf dem Tisch liegt, sitzt mein Mann auch freitags und samstags im Büro.“ Trotzdem profitiert auch die Inhaber-Familie von der 4-Tage-Woche: In Ruhe mit Ehefrau und den Jungs frühstücken, das lässt sich der Vater an diesen beiden Tagen nicht nehmen – oder er holt den Nachwuchs freitags von der Schule ab.

Ein Handwerker hält ein Metallwerkzeug in den Händen, im Hintergrund unscharfe Fenster und Baumlandschaft.
Nicht nur die jüngeren Mitarbeiter, auch die "alten Hasen" freuen sich über drei freie Tage am Stück.

Vier von fünf Handwerkern können sich 4-Tage-Woche vorstellen

Im weiteren Umkreis von Erden ist Berg Dach+Schiefer der einzige Handwerksbetrieb weit und breit, der die 4-Tage-Woche anbietet – „jedenfalls soweit ich weiß“, so Anne Berg. Es gäbe einige wenige Unternehmen, die eine 4,5-Tage-Woche haben oder es „mit jedem zweiten Freitag frei“ versuchen würden. Dabei ist das Arbeitszeitmodell durchaus attraktiv: In einer nicht repräsentativen Umfrage der Meisterwerk-App vom Februar 2023 können sich 82 Prozent der befragten Handwerker eine Vier-Tage-Woche vorstellen.

Attraktives Modell gerade für den Nachwuchs

Beim bestens ausgelasteten Berg-Unternehmen – ein Mitgliedsbetrieb der DEG Alles für das Dach eG, Niederlassung Trier – wird durch das Arbeitszeitmodell auch die Fachkräfte-Anwerbung leichter. „Wir bekommen jetzt auch Bewerbungen nicht nur aus der Region, sondern ‚von weiter weg‘. Das Modell ist für viele jüngere Leute durchaus attraktiv. Sie verdienen ja nicht weniger, sondern verteilen die Arbeitszeit nur anders. Auch so kann eine bessere ‚Work-Life-Balance‘ gelingen“, ist Markus Berg überzeugt. Die vielen attraktiven Projekte, die der Schieferspezialist bearbeitet, tun ihr Übriges: In Trier ist Berg Dach+Schiefer derzeit für 2000 Quadratmeter Dacheindeckung beim Max-Planck-Gymnasium verantwortlich, in Saarbrücken an der Eindeckung der Kirche St. Johann beteiligt.

Person arbeitet mit Werkzeugen auf einer Baustelle, trägt dunkle Kleidung und Mütze, Ansicht von oben.
Die 4-Tage-Woche macht Berg Dach+Schiefer auch attraktiv für neue Mitarbeiter, sogar von weiter weg.

Im entfernteren Bonn hat die mittlerweile auf 15 Beschäftigte angewachsene Firma demnächst wieder eine Montagebaustelle: den Turm der St.-Sebastian-Kirche. „Dort arbeiten wir natürlich wie gehabt: Gut, aber nur an vier Tagen in der Woche“, schmunzelt der Firmenchef.

Sie interessieren sich für das Thema 4-Tage-Woche? Dann lesen Sie hier, welche Erfahrungen der junge Dachdeckermeister Tim Evertz damit macht.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

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