Die Dachdecker in Brandenburg verzeichnen einen historischen Erfolg: Mit 119 neuen Verträgen zum Ausbildungsstart 2025 wird ein Rekord erzielt. Auch bundesweit, so ist zu hören, steigt erfreulicherweise die Zahl der Lehrlinge dieses Jahr erneut. Traditionell werden die konkreten Ausbildungszahlen aber erst auf der Berufsbildungstagung bekanntgegeben, diesmal Mitte Januar 2026.
Trend Klimahandwerker aufgreifen
Der Landesinnungsverband Brandenburg hat gemeinsam mit seinen acht angeschlossenen Innungen mit gezielten Werbemaßnahmen den Trend aufgegriffen, dass die Dachdecker als Klimahandwerker attraktiver geworden sind für junge Menschen in Sachen Lehrstelle. „Mit Informationsständen auf Ausbildungsmessen, Aktionen vor Ort und einem starken Auftritt in den sozialen Netzwerken gelingt es uns, Jugendliche für das Berufsbild zu begeistern und neue Perspektiven aufzuzeigen“, erläutert Landesgeschäftsführerin Anke Maske.

Digitale Lernplattform
Ein Highlight der Ausbildung ist die moderne digitale Lernplattform, kostenlos für alle Azubis. Sie ermöglicht zeitgemäßes Lernen, fördert den Austausch zwischen Lehrkräften und Lehrlingen und bereitet diese optimal auf die Anforderungen des Berufs vor. Diese Form des Lernens bewegt sich endlich auf Augenhöhe mit der Smartphone- und Tablet-affinen Jugend.
Hier erfahren Sie mehr über die digitale Lernplattform der Brandenburger Dachdecker!
Modernität und Zukunftsperspektiven
Die Dachdecker in Brandenburg präsentieren sich heute moderner und zukunftsorientierter denn je. Auf Ausbildungsmessen werden innovative Techniken und nachhaltige Lösungen vorgestellt, in den sozialen Medien wird die Vielseitigkeit des Berufslebens sichtbar gemacht. Jugendliche erleben das Handwerk als zukunftsfähige Branche mit sicheren Arbeitsplätzen und Entwicklungschancen.

Ein innovatives Projekt in Sachen Qualität der Lehre ist der Azubi-Tausch!

Herausforderungen: Wohnheimplätze und Ausbildungsklassen
Trotz oder gerade wegen der positiven Entwicklungen stehen die Dachdecker in Brandenburg und sicher auch bundesweit vor Herausforderungen. „Es fehlen Wohnheim- und Internatsplätze für Auszubildende. Lehrkräfte an den Berufsschulen sind vielerorts knapp und der Bedarf an neuen Ausbildungsklassen steigt mit den wachsenden Zahlen. Diese Punkte gefährden die nachhaltige Entwicklung und die Qualität der Ausbildung in Dachdeckerhandwerk“, berichtet Anke Maske.

Forderung: neuer Berufsschulstandort in Frankfurt/Oder
Um den Erfolg und die Zukunft der Dachdecker in Brandenburg zu sichern, ist jetzt laut Maske das Bildungsministerium gefordert, konkrete Lösungen für die genannten Herausforderungen zu präsentieren. Immerhin gab es bereits ein Gespräch mit dem Bildungsministerium, dem Schulamt und der Handwerkskammer Potsdam. Ein Problem für die Dachdecker in Brandenburg ist, dass es aktuell nur noch zwei Berufsschulstandorte gibt, in Cottbus und Potsdam. „Wir haben vorgeschlagen, die Auszubildenden aus dem Kammerbezirk Frankfurt/Oder wieder vor Ort einzuschulen und so einen weiteren Standort zu etablieren“, erläutert Maske. Das würde für deutlich kürzere Wege sorgen und die Ausbildung dort noch attraktiver machen.

Bedeutung für die Zukunft
Der Rekord bei den Ausbildungsverträgen und die kontinuierlich steigenden Zahlen zeigen: Die Dachdecker in Brandenburg sind auf dem richtigen Weg. Mit modernen Ausbildungskonzepten, digitaler Unterstützung und gezielten Werbemaßnahmen bietet die Branche Jugendlichen beste Perspektiven. Die Lösung der bestehenden Herausforderungen bleibt jedoch gerade angesichts des demografischen Wandels entscheidend, damit das Dachdeckerhandwerk auch künftig eine starke Säule der regionalen Wirtschaft bleibt.