Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Modernes weißes Haus mit dunklem Schrägdach, großen Fenstern und gepflegtem Vorgarten unter blauem Himmel.

Dachdecker Dirk Sindermann: Mit Traumdach Preis gewonnen

Knut Köstergarten

3. September 2024

Welcher Dachdecker wünscht sich das nicht? Ein Projekt, bei dem es um die bestmögliche Umsetzung geht – in Sachen Erscheinungsbild und Auswahl der Materialien. Dirk Sindermann konnte mit seinem Team so ein herausragendes Projekt realisieren. Energetisch saniert wurde das 350 Quadratmeter große, in seiner Form außergewöhnliche Dach eines hochwertigen Wohnhauses in Dortmund, dem Firmensitz der Bedachungen Sindermann GmbH, Mitglied der DEG Dach-Fassade-Holz eG. Diese erhielt dafür den Branchenpreis Dachkrone in der Kategorie Bestes Projekt. „Ich freue mich sehr über die Wertschätzung, die ein solcher Preis für unser Team ausdrückt. Nur mit einer super Mannschaft kann man so anspruchsvolle Projekte in höchster Qualität wirklich durchführen“, so Dirk Sindermann.

Bild von Dachdecker Dirk Sindermann
Für Dirk Sindermann ist dieses Projekt „eines der schönsten und anspruchsvollsten meiner beruflichen Laufbahn“. (Alle Fotos: Sindermann/Prefa)

Herausforderung Verschneidung der Dachflächen

Die zentrale Herausforderung des Projekts lag in der Verschneidung der Dachflächen. „Wir hatten den schwierigen Punkt, die unterschiedlichen Dacheindeckungssysteme und Dachneigungen dauerhaft regensicher konstruieren zu können“, erläutert Dirk Sindermann. Dabei wurde jedes Element dieses anspruchsvollen Projekts vom Team unter der Leitung des Dachdeckermeisters Alex akribisch geplant und umgesetzt. Der sagt: „Wir haben es besser geschafft als gedacht. Es macht einen stolz, das Ergebnis zu sehen.“

Fachliche Mängel verursachten Dachsanierung 

Der Bauherr hatte das gesamte Gebäude von innen bereits nach seinem Erwerb kernsaniert. Zunächst hatte er gehofft, das Dach selbst noch retten zu können, auch wenn ihm die Optik von Anfang an missfiel. Hauptgründe für komplette Dachsanierung waren eine für die teilweise flach geneigten Dachflächen, zwischen 14 und 37 Grad, nicht geeignete Dachziegeleindeckung, die sehr schlecht ausgeführten Metall-An- und Abschlüssen sowie die auch schlecht ausgeführte Entwässerung. Diese wurde als Aufdachrinne ausgeführt, deren nicht fachgerechte Verarbeitung an mehreren Stellen Undichtigkeiten verursachte.

Bild von Dachprojekt von Dachdecker Dirk Sindermann
Eine PV-Anlage ist Bestandteil der neuen Dachlandschaft.

Fehlende Luftdichtigkeit der Unterkonstruktion

Ein weiteres Problem bestand darin, dass im Bereich der flach geneigten Flächen direkt auf der nicht belüfteten Dachunterkonstruktion eine bituminöse Abdichtung verlegt worden war. Das Ganze gepaart mit einer sehr rudimentären oder gar nicht berücksichtigten Luftdichtigkeit und einer lückenhaft eingebauten und dazu abgerutschten Korkschüttung als Dämmung. „Nachdem wir durch mehrere Probeöffnungen den Zustand der Dachfläche aufgenommen hatten und die Dachfläche mittels einer Drohne komplett aus der Luft dokumentiert hatten, konnten wir mittels des durch den Dienstleister Airteam erstellten digitalen Aufmaßes den Sanierungsumfang festhalten“, berichtet Dachdecker- und Klempnermeister Dirk Sindermann.

Modernes Hausdach mit grauen Dachziegeln, mehreren Giebeln und klaren architektonischen Linien, teilweise sichtbare weiße Fassade und Fenster.
Die Verschneidungen der Dachflächen boten eine echte Herausforderung für das Sindermann-Team.

Anforderung: homogenes Erscheinungsbild in Farbe und Material

Aus Sicht des Kunden sollte das gesamte Erscheinungsbild nach der Sanierung maximal homogen in der Farbe und in der Materialauswahl ausfallen. Und im Vergleich zur bisherigen sollte die neue Dacheindeckung natürlich deutlich länger halten. „Herausfordernd war für uns das aufgrund der Jahresplanung des Kunden fest vorgegebene Projekt-Zeitfenster von Juni 2022 bis Mai 2023“, erklärt Sindermann. In Sachen Material konnte sich Dirk Sindermann schnell mit dem Kunden auf eine Metalleindeckung mit den Aluminiumprodukten von Prefa einigen. „Um das Raumklima und den Wohnkomfort zu verbessern, haben wir uns für eine Dämmung aus Holzweichfaser von Steico entschieden.“

Bild von Dachprojekt von Dachdecker Dirk Sindermann
In der Draufsicht via Drohne ist zu sehen, wie harmonisch sich die Dachflächen zu einem Ganzen verbinden.

Bauphase: Eintritt von Feuchtigkeit verhindern

Durch die Verschneidungen und die Fassadenfenster in den Pultüberständen war eine zusätzliche Aufbauhöhe für eine ebenfalls vorgesehene Aufdachdämmung sehr begrenzt. „Wir haben uns für eine geschlaufte Luftdichtheitsschicht und zuvor aufgeputztes Trauf- und Giebelmauerwerk entschieden“, erklärt Dirk Sindermann. „Uns und den Bauherrn war es sehr daran gelegen, jeglichen Eintritt von Feuchtigkeit während der Bauzeit zu verhindern. Zur täglichen Sicherung haben wir auf den Unterdeckplatten zusätzlich noch eine Unterdeckbahn aufgebracht.“

Bild von Dachdecker Dirk Sindermann mit Mitarbeitern
Von links: Geselle Dustin, Chef Dirk Sindermann und Dachdeckermeister Alex bei einem Flachdachprojekt in der Nähe des Dortmunder Fußballstadions.

Profile für Belüftungsebene selbst gefertigt

Neben einer Konterlattung und einer Nut-und-Feder-Schalung ist der weitere Aufbau durchgehend als belüftete Dachkonstruktion ausgeführt worden. Im Traufbereich haben wir die Unterdeckbahn auf ein zuvor aufgebrachtes Tropfblech geführt. „Die Belüftungsebene haben wir mit Profilen, die wir aus Prefa-Aluminium-Lochbändern selbst gefertigt haben, abgedeckt. In den Pultbereichen haben wir die Endlüftungsöffnungen unterhalb der Pultabdeckung ebenfalls mit selbst gefertigten Lochprofilen abgedeckt“, berichtet der Dachdeckermeister.

Nahaufnahme eines modernen Metallbalkens mit Holzverkleidung, im Hintergrund blauer Himmel und Wolken.
Schönes Detail: die vorgehängte, kastenförmige Dachrinne aus Aluminium.

Im Bereich der aufgehenden Bauteile hat das Team die Endlüftung mit auf der Eindeckung montierten Lüftungshauben sichergestellt. Die zuvor aufliegende Entwässerung wurde in eine vorgehängte, kastenförmige Dachrinne aus Aluminium in Farbe P.10 Anthrazit umgewandelt.

Ein komplettes Dach aus Metall

Für die Pultdachfläche wählte das Team aufgrund der geringen Neigung von 14 Grad eine Stehfalzeindeckung. Die sorgfältige Anfertigung aller An- und Abschlüsse sowie die Scharen für die Dachdeckung wurden in der eigenen Werkstatt präzise hergestellt. „Die enge Abstimmung mit Prefa war dabei entscheidend, um die technischen Anforderungen und die Integration der Photovoltaikanlage berücksichtigen zu können.“ Die stärker geneigten Dachflächen wurden mit der Dachschindel DS.19 in der Farbe P.10 Anthrazit gedeckt. „Das hat man nicht alle Tage, dass man ein komplettes Dach aus Blech machen kann“, freut sich der ebenfalls über den gesamten Zeitraum beteiligte Dachdeckergeselle Dustin. „Für solche Projekte ist man ja auch Dachdecker geworden.“

Bild von Gewinn der Dachkrone Dachdecker Dirk Sindermann
Projektleiter Alex (links) und Chef Dirk Sindermann freuen sich über den Preis "Dachkrone".

„Eines meiner schönsten Projekte“

Das Ergebnis überzeugt nicht allein technisch, sondern wird auch optisch dem hohen Anspruch des Bauherrn und der exklusiven Lage des Hauses gerecht. „Unser Kunde betonte vor allem die reibungslose und effiziente Zusammenarbeit zwischen den Gewerken, die von uns sorgfältig aus unserem Netzwerk ausgewählt und koordiniert wurden. Dieses Zusammenspiel führte zu einem stressfreien Ablauf und übertraf die Erwartungen des Bauherrn, was seinen Ausdruck in der lobenden 5-Sterne-Rezension fand“, berichtet Dirk Sindermann. Für ihn selbst ist dieses Projekt „eines der schönsten und anspruchsvollsten meiner beruflichen Laufbahn."

Sie interessieren sich für coole Praxisprojekte? Dann lesen Sie unsere Story über das neue Stadion-Dach von Real Madrid.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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