Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Dach-Baustellen

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Produkte

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Dachdeckerbetrieb

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Arbeitssicherheit

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Dachdecker werden

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Schornstein und kleines Dachfenster an einem Haus unter klarem, blauem Himmel.

Bedachungen Kremer: Die Spezialisten für Denkmalschutz

Knut Köstergarten

6. Mai 2025

Auch das ist Dachdeckeralltag: Drei Wochen Arbeit für ein 50 Quadratmeter großes Schieferdach in der Innenstadt. Wie bitte? Ja, genau! Denn wo es knifflig, speziell und anspruchsvoll wird, wo man nicht mal eben mit dem Kran hinkommt – da spielt Zeit eine große Rolle. Wie in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Gut, wenn man für solche Jobs einen Spezialisten wie die Bedachungen Konrad Kremer GmbH & Co. KG hat.

Tradition trifft auf Moderne

Es war ein kleiner Auftrag, den Dachdeckermeister Matthias Kremer am 25. Februar 1955 in Rechnung stellte. 2,80 Meter Dachrinne mit Traufzink und etwas Überhangstreifen, das beschäftigte einen Klempnermeister und einen Gehilfen 7,5 Stunden und kostete am Ende 42,75 Mark Lohn und 16,50 Mark fürs Material. „So günstig ist das heute nicht mehr“, lacht Matthias Kremer, Juniorchef von Bedachungen Kremer, rund 80 Jahre später. Überschlagen würde der Auftrag heute 1117 Euro Lohn und 147 Euro Material erfordern – eine Steigerung um mehr als 3500 Prozent. „Aber solche Aufträge machen wir immer noch. Das gehört sogar zu unserem Brot- und Buttergeschäft. Wir sind die Spezialisten für die kniffligen Sachen in dieser ganz besonderen Stadt.“ Zu der alten Rechnung, die heute die Website des rheinland-pfälzischen Unternehmens ziert, kam Bedachungen Kremer durch einen erneuten Auftrag: „Dass uns Familien über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinweg beauftragen, ist in Trier ganz normal.“

Bild von Mitarbeiter von Bedachungen Kremer bei Fassadenarbeiten
Bedachungen Kremer mit seinem Team kennt man in Trier. (Alle Fotos: Bedachungen Kremer)

Stadt der Jahrhunderte alten Bauten

Trier ist nachweislich die älteste Stadt Deutschlands, 16 v. Chr. von den Römern als „Augusta Treverorum“ gegründet. 2000 Jahre alt ist zwar kein Haus in der 112 000-Einwohner-Stadt mehr, aber Jahrhunderte alte Bauten aus dem Mittelalter gibt es zuhauf. „Wir sind der Dachdeckerbetrieb, der an diesen Häusern auch die speziellsten Spezialaufgaben erledigt – egal, um was es sich handelt. Wir sind stolz darauf, dass wir seit Generationen damit beauftragt werden“, sagt Matthias Kremer.

Familienbetrieb mit langer Geschichte

Natürlich ist er nicht der Matthias, von dem eingangs die Rede war – „das war mein Urgroßvater“. Sein Vater Konrad Kremer ist der heutige Namensgeber und Chef des alteingesessenen Trierer Unternehmens mit derzeit 15 Mitarbeitern. Tatsächlich dürfte der Dachdeckerbetrieb mit Klempnerei zu den ältesten seiner Art in Deutschland gehören. „Uns gibt es hier seit 1756, vielleicht sogar noch länger. Einer meiner Vorfahren hat bis zu diesem Jahr recherchiert. Aber wer weiß, ob nicht schon vorher Kremers über Trierer Dächer geklettert sind, um diese zu decken oder zu reparieren.“

Bild von historischem Gebäude mit Schieferdach
Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege: Sanierung eines mittelalterlichen Steilgiebelhauses.

Ausgezeichnete Handwerkskunst beim Steilgiebelhaus

Kein Wunder also, dass Bedachungen Kremer Ende 2024 zu den Preisträgern des „Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege“ gehörte. Im 15 Kilometer entfernten Longuich waren die Kremers an der aufwendigen Sanierung eines mittelalterlichen Steilgiebelhauses beteiligt. Nach einem Brand vertrauten die Bauherren auf das Know-how und Qualität erfahrener Handwerksbetriebe. Maximaler Substanzerhalt, historische Materialität und traditionelle Techniken waren ihnen wichtig. „Das Ergebnis war so gelungen, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Zentralverband des Deutschen Handwerks den Bauherren und den beteiligten Handwerksbetrieben, unter anderem uns, diesen tollen Preis verliehen haben“, freut sich Matthias Kremer.

Bild von Schild zu historischen Gebäude
Das Steilgiebelhaus aus dem 16. Jahrhundert ist heute Bestandteil eines kulturhistorischen Rundgangs.

Von historischen Dächern bis zu modernen Gebäuden

Natürlich kümmert sich das Trierer Unternehmen nicht nur um alte, sondern auch um moderne Gebäude. Umfassende Dienstleistungen rund ums Dach gehören zum Leistungsspektrum: Steildacheindeckungen mit Schiefer, Ziegel und Metall, Abdichtungen von Flachdächern und Balkonen, Gründächer oder Fassadenverkleidungen mit Materialien wie Schiefer, Aluminium und Zink gehören zum Angebot. „Wir machen auch mal ein Flachdach von 1000 Quadratmeter oder tauschen rund 100 Velux-Fenster im Jahr aus, kein Problem“, sagt der Juniorchef.

Bild von Mitarbeitern von Bedachungen Kremer auf einem Schieferdach
Steildacheindeckungen mit Schiefer sind ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Leistungsspektrums.

Darüber hinaus setzt Kremer Bedachungen auf erneuerbare Energien und installiert Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Ein Notdienst für Reparaturen und regelmäßige Wartungen rundet das Angebot ab. Das Unternehmen ist Mitglied der DEG Alles für das Dach eG, Urgroßvater Matthias Kremer war sogar eines der Gründungsmitglieder der Genossenschaft in Trier.

Berufung: Das Herz sagte Dachdecker

Dass der 27-jährige Matthias die Familientradition in diesem Beruf fortsetzt, war keineswegs in Stein gemeißelt. „Meine Eltern haben mir das immer offengehalten“, sagt er. „Niemand hätte es mir übelgenommen, wenn ich einen anderen Weg eingeschlagen hätte.“ Sein Einser-Abitur ließ ihm alle Möglichkeiten offen und tatsächlich dachte er auch über ein Informatikstudium nach. Doch es waren wohl die Gene, die ihn zum Handwerk zogen: „Das Herz hat gesagt, du willst Dachdecker werden!“

Bild von Juniorchef Kremer als Prüfungsbester des Klempner-Meisterkurses
Matthias Kremer war Jahrgangsbester beim Klempnermeisterkurs 2020 am BBZ Mayen.

Ein Meister seines Fachs

Gesagt, getan. Die Lehre im Familienbetrieb schloss er 2019 erfolgreich ab, im Mai 2020 machte er seinen Dachdeckermeister und im Dezember 2020 auch als Jahrgangsbester im Klempnerhandwerk, jeweils am BBZ Mayen. Seit 2022 darf sich Matthias Kremer Gebäudeenergieberater nennen. Dass ihm das Dachdeckerhandwerk durch die vielen Generationen seiner Vorfahren wirklich im Blut liegt, bewies er bei Wettbewerben: 2020 wurde Kremer Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2022 in St. Gallen brachte ihm die Bronzemedaille in der Sparte Metalldach ein.

Bild von Dachdecker WM-Team
Matthias Kremer (vierter von links) im Team Deutschland für die Dachdecker-WM 2022 in St. Gallen.

Spezialist für Sonderaufträge

„In Trier gibt es über 1000 denkmalgeschützte Gebäude, das ist unglaublich viel verwinkelte und verschachtelte Bausubstanz in der Innenstadt“, kommt Matthias Kremer auf seinen Alltag zu sprechen. „Kein Haus gleicht dem anderen. In der Speestraße, wo wir gerade arbeiten, haben wir viele alte geschwungene Zwerchgiebelwände aus Sandsteinen, welche wir mit Zinkabdeckungen versehen. Jeder Auftrag ist ein Sonderauftrag.“

Deshalb arbeitet die Dachdeckerei Konrad Kremer oft sogar mit mehreren Kolonnen auf einer Baustelle, wobei sich jedes Team auf ein bestimmtes Teilgewerk spezialisiert: Schiefer, Holzbau, Klempner. „Da überall, wo Kremer auf der Arbeitskleidung steht, auch Kremer drin ist, ist die Abstimmung untereinander natürlich ideal“, sagt der Juniorchef.

Handwerk mit Fingerspitzengefühl

Die Herausforderung ist, die Arbeiten hundertprozentig korrekt auszuführen und dabei das ursprüngliche Bild zu erhalten. „In den letzten Jahrzehnten haben sich die Ansprüche an Dichtigkeit und Funktion eines Daches stark verändert. Die meisten Dachböden waren früher nicht als Wohnraum ausgebaut. Wenn bei Starkregen oder bei Schneeflug der Dachboden feucht wurde, war das normal. Heute muss das Dach bei jeder Wetterlage dicht sein und den energetischen Anforderungen entsprechen“, erläutert Kremer.

Bild von Übergabe des Denkmalschutzpreises an Kremer
Vater Konrad Kremer (zweiter von links) nimmt den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege entgegen.

Auch optisch muss die Dacheindeckung bei Denkmalschutzprojekten am Ende genauso aussehen wie früher und zugleich den heutigen energetischen Maßstäben genügen. Kann nicht jeder, macht nicht jeder – aber Bedachungen Kremer: „Was wir anpacken, würden sich viele andere Betriebe nicht antun.“ Wer baut schon ein Brandschutzfenster in ein historisches Gebäude ein und versteckt es dann so, dass es die Fassade nicht verschandelt?

Generationswechsel im Betrieb

Altes Traditionsunternehmen – alte Belegschaft? „Natürlich nicht“, sagt Matthias Kremer und ist selbst das beste Beispiel. „Wir hatten in den vergangenen Jahren einen kleinen Generationswechsel.“ Vier Urgesteine aus dem Team sind in den Ruhestand gegangen, darunter mit Hans-Paul Metz einer, der noch bei Ur-Opa gelernt und Matthias Kremer 45 Jahre später das kleine Einmaleins auf dem Dach beigebracht hat. „Im Gegenzug haben wir zwei Auszubildende, ein dritter kommt im Herbst. Und gemeinsam mit Kollegen aus anderen Betrieben bin ich auf diversen Berufsmessen unterwegs, um gute Leute zu finden.“ Das sei gar nicht so einfach, die Nähe zum Hochlohnland Luxemburg erschwere die Suche nach Fachkräften.

Bild von Juniorchef Matthias Kremer
In naher Zukunft wird Matthias Kremer die Verantwortung für den Betrieb vom Vater übernehmen.

Übergabe vom Vater auf den Sohn

Als jemand, der einmal mit dem Gedanken gespielt hat, Informatik zu studieren, ist Matthias Kremer natürlich auch digital auf dem Laufenden. Das sieht man an der gelungenen, selbst programmierten Website oder den informativen Auftritten bei Instagram und Facebook, die weiter ausgebaut werden sollen. In naher Zukunft will Vater Konrad Kremer die Zügel im Unternehmen mehr und mehr an den Sohn weitergeben – damit der Name Kremer hier auch in den nächsten Jahrzehnten noch einen guten Klang hat, oder gar für Jahrhunderte.

Sie interessieren sich für innovative Betriebe? Dann lesen Sie unseren Bericht über Bödeker Bedachungen, einen Spezialisten für Wartung und Reparaturen von Flachdächern.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Drei Männer in traditioneller Handwerkerkleidung stehen draußen an einem runden Tisch mit einem kleinen Holzmodellhaus.

9. Juli 2026

Dachdecker machen Volksfest Hessentag zum Schiefer-Erlebnis

Modernes Schrägdach mit metallischer Abdeckung, Dachfenster und Schneefangsystem unter blauem Himmel.

7. Juli 2026

Komplettsanierung mit integriertem Solardachsystem

Nahaufnahme von Dachziegeln, die in Schuppenform angeordnet sind, mit etwas Dachpappe und Holz im Hintergrund.

2. Juli 2026

Gigantische Ehre: Tom Rodenbäck fährt zur Dachdecker-WM

Begrüntes Flachdach mit Sitzbereich, Wegen und unterschiedlichen Pflanzenarten, umgeben von Wohngebäuden und Straßen in einer städtischen Umgebung, aus der Vogelperspektive.

30. Juni 2026

Verband vdd: Gedämpfte Erwartungen im Abdichtungsmarkt 2026

Zwei Personen arbeiten in einer Werkstatt, konzentrieren sich auf ein Metallstück, verwenden Werkzeuge und tragen Arbeitskleidung. Im Hintergrund stehen Regale und Metallrollen.

25. Juni 2026

KI berechnet Blechzuschnitt für Spenglermeisterin

Eine Gruppe von Frauen in traditioneller Handwerkskleidung posiert gemeinsam vor einer Reihe von Schaufensterpuppen mit Arbeitskleidung.

23. Juni 2026

10 Jahre Dachdeckermädelz: Netzwerk für echte Verbindungen

Schwarzer Hintergrund mit weißem Text: "In Gedenken an Dachdecker Mike Sternkopf".

18. Juni 2026

Dachdeckermeister Mike Sternkopf verstorben

Zwei Personen stehen auf einem begrünten Dach mit technischer Ausrüstung und Lichtkuppeln im Hintergrund.

16. Juni 2026

Dachdeckerbetrieb Monteton: erfolgreicher Generationenwechsel